Elfe

Elfe, dieser kleine Engel kam geflogen und bezauberte uns  fast 15 Monate lang.

 

 

Am 1.1.2007 adoptierten wir sie und ihren Lebensgefährten  Merlin ( damals hieß er noch Arco).

Das Frauchen der beiden war gestorben und der Ehemann konnte sich nicht kümmern. Sie sollten eingeschläfert werden, aber die Tierärztin weigerte sich. Danach wurden sie ins Tierheim  gebracht wo sie nicht aufgenommen wurden! und  kamen in einem grauenhaft verwahrlosten Zustand   letztendlich bei einer Tierfreundin unter. Dort konnten sie aber auch nicht bleiben und gelangten  über eine Tierschutzorga und Kontakten zur hiesigen Hundeschule zu uns.

Ein Anruf Ende 2006 von unserer Trainerin mit den Worten: "Du hast doch Dackel, könntest du zwei alte Dackelchen, die nur noch einen Platz vorm Öfchen brauchen aufnehmen?"

Wir hielten Familienrat und waren uns einig, dass wir wollen, wenn unsere beiden Dackeldamen es auch befürworten.

So trafen wir uns in der Hundeschule zum Kennenlernen und ich werde niemals vergessen wie die Beiden unsicher und verängstigt auf den Platz kamen.

Die Dackelchen verstanden sich gut. Elfe und Merlin taten schon mal so, als wenn sie dazu gehören und wichen mir nicht mehr von der Seite.

Sie waren in einem schlimmen Zustand. Die TÄ diagnostizierte Räude, Hautpilz, Bandwürmer, Giardien, entzündete Ohren, bei Elfe Tumore, Merlin hatte vereiterte Zähne und Fellpüschel in den Zahntaschen. 

Elfe seien , so erzählte die Tierfreundin die Krallen in die Ballen gewachsen, dies wurde bereits behandelt.

 

Eine Hündin und Lebensgefährtin der Beiden wurde vom Vorbesitzer verkauft. Vielleicht eine Tochter, wer weiß.

 

Beide wurden TÄ intensivst behandelt und ich bekam Extratermine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsicherheit und Angst  waren die alltäglichen Körper - und Seelenzeichen schon auf geringste Gebärdenfehler meinerseits.  

Das unzertrennliche Pärchen. Sie waren sich abgrundtief vertraut, hielten ganz fest zueinander, lagen beieinander und aufeinander, da gab es keine Distanz sondern nur  Zusammenhalt, Trost, Wärme und   Beistand wie man es sich als älteres Ehepaar so nur wünschen kann..

Bei Merlin rechts sind die kahlen Fellstellen zu sehen. Sie juckten und kratzten sich grausig. Wir weichten sie in der Wanne ein und behandelten die Räude, die  Krusten und versuchten zu erleichtern.

Merlin

Elfe erzählte uns etwas aus ihrer Vergangenheit. Dieses "Frauchen" konnte sie und setzte es auch gezielt ein *freu*

Die Beiden zeigten sich rudeltauglich. Elfe sowieso, sie war charmant und  nachdem Merlin zwei Mal versuchte seinen neuen Lebensgefährtinnen auf ungalante Weise das Futter zu klauen waren die Grenzen klar und damit fühlte er sich wohl. Danach entwickelte er sich nach und nach  zum Charmeur.

In der Hundeschule

Sie mussten nichts, sie durften "erfahren" und das war schon zielmlich viel!

In der Minimeute geborgen und mit zunehmendem Vertrauen öffneten sich kleine Türchen für Spiel und Spass.

Für dieses Bild  habe ich keine Worte und lasse Elfe sprechen.

Dieses Bitte Bitte  und das leise Miepsen hieß:" ich fühl mich wohl" 

Vor unserem kleinen Wintergarten auf der obersten Stufe zum Garten war Elfes lieblings Beobachtungsplatz.

 

Ich versuchte herauszufinden, wer sie gezüchtet hat. Eine Täto Nummer im Ohr verriet, dass sie und Merlin keine DTK Teckelchen waren. Irgendwann hatte ich den wahrscheinlichen Züchter am Telefon. Demnach wäre Elfe die "Martha von der Rotsteig" vom IDG . Ich sandte dem vermutlichen Züchter Bilder und Daten aber ich erhielt keine Rückmeldung.

 

 

 

 

Sie ließen locker, fassten Vertrauen, entspannten und liebten ihr neues Herrchen.

Schlafen Kuscheln Loslassen

Elfes Tumore waren in einem bedenklichen Zustand und es stellte sich die Frage OP oder nicht. Ohne OP drohten sie aufzubrechen. Durch die Ney Dil Behandlung konzentrierte sich das Gewebe und die TÄ fand endlich den oparablen Zustand vor.

Ich kochte Elfchen klare Rindebrühe zum  Frühstück damit sie nicht ganz leer ausging und fuhr sie zur OP . Ich bangte fürchterlich um sie, denn es war eine große Tumor OP.

Ich holte sie in der Aufwachphase ab und werde niemals vergessen wie freudig sie mit ihrem Rutchen klopfte,  noch im Wärmebettchen liegend ,als sie mich hörte.  Wir hatten uns erst 4 Monate und dies war für mich das Allergrößte!

 

Merlin tröstete und leistete rund um die Uhr Beistand, so allerliebst!

Wir pendelten uns alle aufeinander ein und genossen einen wunderschönen Sommer. Der Garten, die kleine Meute unter sich, das Leben genießen- so war es gut!

Berührende hundliche Augenblicke mit Bene.

Elfe war eine freche und überaus zähe Zwergteckeline.

Wir streiften durch Wiesen und Wälder und mir war bewusst "Lebe heute und Jetzt" wie Elfe mit ihrem grauen Gesicht.

Ich wusste nun, dass sie am 6.4.1996 geboren ist und in ihrem 12ten Lenbensjahr war.  Sie war verbraucht und hatte sicherlich einige Würfe zur Welt gebracht. Von Merlin? es ist anzunehmen, denn er wurde kastriert als sie 9 Jahre alt war.

 

Sie war weise .......

Merlin & Elfe u n z e r t r e n n l i c h

Sie beschwichtigte  bis an ihr Lebensende.  Davon wurde sie nicht mehr  frei.

 

Die zweite Op und dieser wahnsinns Tumor wurde entfernt. Die Haut von der ersten Op war gut nachgewachsen und auch dies überstand sie so tapfer- beschwichtigend.......

Auszeit, hab dich lieb Zeit.

Heute und jetzt LEBEN- 

Ein Moment von vielen die mich dies denken ließen. 

Einfach jeden Tag leben so gut es geht und Glücklichsein.

 

Diese Beiden, sie hatten eine ganz  besondere und allerinniglichste Beziehung.

Elfchen jagte gerne Nilgänse auf den Feldern aber nicht weit, nur so zur Selbstbestätigung und wir genossen nach den OPs und der Genesung der Krankheiten durch Verwahrlosung noch ein paar Monate in Natur pur, zu Hause vorm Öfchen in der kleinen Meute  mit Zufriedenheit . Die Zeit reichte nicht um alles Vergangene zu verarbeiten aber ich bin sicher, dass Elfe sich zu Hause angekommen fühlte.

Sie starb innerhalb eines halben Tages trotz TÄ Betreuung. Sie bekam Fieber und ich weiß bis heute nicht woran.

In meinen Armen und auf meinem Schoss schlief sie ein und überließ uns ihren Merlin.

 

Totenwache

Hunde wissen "Es" , sie nahmen Abschied , jeder auf seine Weise.

Dira stubste Elfe ganz zart und brauchte viel Zeit zum Begreifen.

 

5.März 2008

Tipp: Deine Webseite ohne Werbung:

Upgrade zu JimdoPro

Hinweis!

Du hast noch Fragen oder Probleme beim einloggen? Dann klick bitte hier.