Amelie - Finchen

Amelie "von der Hasenhölle"

 

* 02.06.1992 gest. am 10.05.2003

Mutter: Zora vom Bornhöll

Vater: Boss vom Lehrbacher Wald

 

Mein Zwingername "von der Hasenhölle" entnahm ich einem so benannten Waldgebiet hier, durch welches wir Pfotentritt bei meinem Schritt durchstreifen.

 

 

 Sp-100 Punkte

Wassertest 32 Punkte

 

Amelie war mein Traumhund. Ich habe sie selbst gezogen , sie war als Welpe verkauft und schon versprochen. Melanie, meine kleine Tochter,  sorgte dafür, dass wir sie behalten und dafür bin ich ihr sehr  dankbar! Damals traute ich es mir nicht zu Mama " Zora  vom Bornhöll" und   Papa " Boss vom Lehrbacher Wald" genannt  (Frodo) und eine Tochter zu behalten. Alle fruchtbar und später erlebte ich wirklich  noch anstrengende Geschichten.

 

Amelie führte ich zur Spurlautprüfung bei der  DTK Gruppe Vogelsberg  1994  mit 100 Punkten.

 

Ihre ganz große Freude war Schwimmen, Wasserarbeit, Tauchen und Herrchen beim Angeln zu helfen. Sie  tauchte nach Forellen und  holte alles aus dem Wasser. Manchmal sah man nur noch ihren Po weil sie gründelte.

Den Wassertest bestand sie bei der DTK Gruppe Wetzlar Oberlahn  1994.

 

Ich habe sie auf einer Zuchtschau 1995 bei  der DTK Gruppe Gießen geführt.

Sie bekam ein SG . Ich wusste dass ihre Hinterhand ein Tickchen zu steil war und für ein Jagdfegerchen so typisch "knapp behaart" war. 

 

 

 

 

 

Das letzte Foto von ihr.

Schon seit zwei Jahren brauchte sie Herzmedikamente und ein Herzspezialist riet mir sie komplett durchzuchecken, weil ihr Herz die gezeigten  Symptome nicht verursachen kann.

Unsere Tierärztin "tippte" auf Schilddrüsenerkrankung  wegen stark vergrößerter Lymphdrüsen im Halsbereich und überwies sie in die gießener vet. Klinik. Dort wurde Diabetes diagnostiziert und  sie  musste da bleiben um ihr Leben zu retten. Die medikamentöse Einstellung war nicht mehr möglich und so willigte ich in eine Kastration ein. Nach der Kastration zeigte sie sich anämisch und irgendwo fand ein Blutverlust statt. Ich durfte sie ein paar Tage nach Hause holen , sie bekam Fieber und ich brachte sie wieder in die Klinik. Auf dieser Fahrt bettelte sie neben mir  mit ihren Pfötchen und ihren Augen darum nicht mehr weg zu müssen .

Zwei Tage später bekam ich am Muttertag einen Anruf der betreuenden Ärztin, jene die ein Herz für Dackel hatte und Amelie irgendwie schon adoptiert hatte. Wir sollten entscheiden über Leben oder Tod, denn ihre Herzklappe sei durch ihr Diabetes entzündet und sie verliert zuviel Blut, es geht ihr schlecht- bitte kommt.

Unter einem Kastanienbaum hielten wir sie in unseren Armen und eine Amsel sang uns ein Lied . Amelie wollte nach Hause und die TÄ sprach von einer letzten Hoffnung. Bluttransfusion und Medis bis die Entzündung abklingt.  Diesen Strohhalm griffen wir auf und verabschiedeten die Kleine, die auf dem Arm der TÄ wieder in ihre Box gebracht wurde.

 8 Stunden später überlebte sie ein Blutgerinnsel nicht, ihr wurde noch Pressluft durch die Halsarterie gepustet...alles menschenmögliche wurde gemacht,Ich hoffte und war taub für das was mir ihre Seele schon die ganze Zeit erzählte.

So übernahm ich mein eiskaltes Amelinchen, eingehüllt in ihrer Lieblingsdecke und  setzte mich vor der Klinik auf den Bürgersteig.Ich packte sie dort aus, befreite ihr Fellchen von fremden Hundehaaren  und  begann Abschied zu nehmen.

Jede Amsel erzählt mir dieses Lied!

 

 

 

 

 

 

 

 

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